Wushu

Wushu ist eine moderne Ableitung für traditionelle chinesische Kampfkünste wie beispielsweise Kung Fu. Es wurde zuerst als Sport von der Volksrepublik China 1949 eingeführt, um die traditionellen chinesischen Kampfkünste national an die neue moderne Population anzupassen.
Ähnlich dem Kung Fu besteht der Wushu aus zwei Disziplinen: Taolu (äußerlich) und Sanda (innerlich). Das Taolu kann entweder mit oder ohne Waffen praktiziert werden. Zu den Waffen gehören einseitiges Schwert, zweischneidiges Schwert, Lanze oder Pfeil. Hierbei lernt man eher Akrobatik und fließende Bewegungen. Im Sanda werden diese Aspekte mit Hebeltechniken kombiniert, ähnlich wie man sie in Kampfarten wie Shuai Chiao und Qin Na (chinesische Wrestlingarten) und Kickboxing-Stilen wie Muay Thai sieht.

Wushu wird in weltweiten Meisterschaften praktiziert und 2008 bat China um die Aufnahme der Kampfart auch bei dem Olympischen Spielen in Peking. Auch wenn die Aufnahme selber verweigert wurde, so ließ das Olympische Komitee jedoch separate internationale Wushu Wettkämpfe während der Spiele abhalten. Sie wurden als Olympische Spiele 2008 Wushu Meisterschaft bezeichnet.

Wushu wurde allerdings weniger bekannt dadurch, dass es bei den Olympischen Spielen parallel lief, als durch einige seiner Teilnehmer. Ohne Frage ist der bekannteste Kämpfer des Wushu der fünffache Nationalsieger der chinesischen Wushu-Meisterschaften, Jet Li. Ursprünglich ein Mitglied des Pekinger Wushu-Teams, hat Jet Li sich jedoch auch in zahlreichen Filmen profiliert, beispielsweise „The o­ne“ und „Shaolin Temple“. Ein weiterer bekannter Wushu-Kämpfer ist Ray Park, besser bekannt als Darth Maul in „Star Wars I: Die dunkle Bedrohung“ und als Snake Eyes in „G. I. Joe: Geheimauftrag Cobra“.

Trotz zahlreicher Kritiken, dass der Wushu eher auf Akrobatik und Darstellung plädiert und die Funktion und Technik etwas aus dem Auge verliert, hat der Wushu doch heute weltweit unzählige Anhänger und Mitglieder.