Kung Fu Stile und Gürtel

Das „Kung Fu“, manchmal auch als „Gungfu“ geschrieben, bedeutet ursprünglich, dass man in einem Feld ganz besonders gut ist, sei es Kochen, Fischen, Schreiben oder sonstiges und hat mit einer Kampfart als solches gar nichts zu tun. Es gelang erstmals im 19. Jahrhundert in den Westen, als zahlreiche Chinesen ihre Heimat verließen und in den Westen emigrierten. Heute wird es fast auf alle der Hunderten von unterschiedlichen chinesischen Kampfkunstarten genutzt.

Die unterschiedlichen Kung Fu-Arten werden oft unter 'intern' und 'extern' gekennzeichnet, oder auch als' leicht' und 'hart' unterschieden. der Sanfte, innere Stil bringt innere Balance, Konzentration und Meditation. Die so genannten 'harten, äußeren' Stile haben den Schwerpunkt eher auf physischer Kraft und Angriffstechniken. Doch egal zu welchen Stilen sie zählen, allgemein sind immer beide Elemente integriert.
Zahlreiche der Kung Fu Stile wurden durch Mimik der Tierbewegungen kreiert, beispielsweise der Affe, der weiße Kranich oder der Tiger. Viele dieser Techniken sind auf Jahrtausende zurückzuführen.

Heute erlernen immer noch viele Menschen aus verschiedenen Gründen das Kung Fu: Selbstverteidigung, körperliche Fitness, mentale Disziplin und auch spirituelle Erleuchtung. Schulen findet man weltweit und die verschiedensten Stilrichtungen werden unterrichtet.

Durch diese große Auswahl an Stilen gibt es keine wirkliche festgelegte Form der Gürtel. Die Farbgebung der Gürtel als Einstufung ist erst knapp Hundert Jahre alt und bei weitem nicht überall in Gebrauch. Allgemein gilt jedoch - dort wo es eingesetzt wird - dass weiß für die Anfänger gilt, gefolgt von gelb, grün, lila, orange, rot, braun und schwarz für die 'ältesten' Schüler. Der weiße und der schwarze Gürtel ist überall gleich im Rang, alle anderen Farben können von Schule zu Schule variieren