Kung Fu in Hollywood

Als Bruce Lee am Himmel Hollywoods in den 1970er Jahren erschien, kannte in der westlichen Welt fast keiner Kung Fu. Judo war etwas, was man schon ein wenig besser kannte, hauptsächlich weil es die amerikanischen Soldaten aus dem ersten Weltkrieg und später aus Korea mitbrachten. Aber das war etwas ganz anderes, als das was Bruce Lee präsentierte. Mit leichten, tanzartigen Bewegungen und Bruce natürlichem Charme wurde Kung Fu ganz plötzlich immens populär, weltweit.

„Todesgrüße aus Schanghai“ und „Die Todeskralle schlägt wieder zu“ machten Bruce Lee zum internationalen Star und bald lehrte er seine Künste an Größen wie Steve McQueen und Chuck Norris. Sein frühzeitiger Tod 1973 ließ ein breites Publikum ohne einen Martial-Art-Helden.
Ohne einen wirklichen Star, wurden die Filme eher zu lauen Abklatsch, Kampfszenen, die nicht wirklich etwas hatten und das Publikum blieb gelangweilt. Aber der Kung Fu entwickelte sich zu neuen Arten wie Hop Ki Do und Tae Kwan Do.

In den späten 1980er Jahren stieg ein neuer Star an Hollywoods Martial-Art-Filmhimmel auf und Steven Segal erschien. Segal hat das Flair eines Clint Eastwood, doch seine Filme waren weit entfernt von Filmen wie „Dirty Harry“, in denen der 'harte Junge' gegen die Unterwelt kämpfte. In diesem Fall waren die Waffen ein Paar schneller Hände. Segals Filme waren ernst und hervorragend gemacht, doch es fehlte eben der Touch des Humors.

1997 erschien Jackie Chan, der bereits kleine Nebenrollen in Bruce Lee Filmen gespielt hatte und es fertig brachte, eine seiner chinesischen Produktionen auf die amerikanischen Kinoleinwände zu bekommen. Trotz dass das Audio miserabel war, so hatte „Mr. Nice Guy“ doch einen immensen Erfolg. Chan hatte den Charme und Witz, der für fast drei Jahrzehnte in den Martial-Art-Filmen fehlte. 1998 spielte er zusammen mit Chris Tucker in dem Film „Rush Hour“ und die Welt hatte einen neuen Martial-Art-Helden. Heute hat Jackie Chan ein breites Publikum und zahlreiche Filme mit ihm erschienen und sind in Planung, die seine Fans in den nächsten Jahrzehnten noch erfreuen werden.