Geschichte des Kung Fu

Kung Fu ist der allgemeine Ausdruck, um chinesische Kampfsportarten zu bezeichnen. Es ist heute ein weit verbreiteter Begriff, der alle chinesischen Kampfsportarten unter einen Hut bringt. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Formen von chinesischen Kampfsportarten, von der Mimik der Tierbewegungen bis zu denen, die sich von Philosophie, Mythen und Legenden inspirieren und sogar Stilarten, die sich auf innere und äußere Kräfte wie Qi und physische Fitness konzentrieren. Einige Kampfsportarten sind sogar geographisch katalogisiert. Egal wie unterschiedlich die einzelnen Stilrichtungen sind, so sind sie doch alle dafür entwickelt, als Selbstverteidigung zu dienen, für Gesundheit und Selbstfindung mit chinesischem Bezug.

Kung Fu kann man auf 4.000 Jahre zurück bis in die Xia Dynastie datieren. Wie alle anderen chinesischen Kampfarten wurde sie hauptsächlich für die Selbstverteidigung entwickelt. Doch sie wurde anfangs in der alten Welt auch zum Jagen und zum Militärtraining genutzt. Als es zum Hand-in-Hand-Kampf und Waffentraining kam, wurde Kung Fu mit einer ganz neuen Philosophie und Idee belegt. Konfuzius suggerierte um 509 n. Ch., dass die Menschen nicht nur das Schreiben erlernen sollten sondern auch eine Kampfsportart zur Selbstverteidigung.

Moderne chinesische Kampfsportarten, Kung Fu, wurden zwischen 1912 und 1949 ganz neu geformt. Als Chinas Quing Dynastie in der japanischen Invasion und Besetzung fiel und dann durch den chinesischen Bürgerkrieg ging, wurde die Lehre des Kung Fu an die breite Zivilmasse weitergegeben. Nach dem chinesischen Bürgerkrieg ging die Kampfsportart Kung Fu um die ganze Welt, als zahlreiche Kampfsportlehrer das Land verließen, weil sie mit der neuen Regierung der Volksrepublik China und deren Gesetzgebung nicht zurecht kamen. In den späten 1960ern und 1970ern wurde das Kung Fu von der chinesischen Regierung radikal geändert und die Bevölkerung wurde dazu aufgerufen, es jetzt Kuoshu, statt das vertraute Kung Fu, zu nennen. In den letzten Jahren hat sich die chinesische Regierung dazu durchgerungen, auch andere Gesichtspunkte zuzulassen, in den traditionellen sowie in den modernen Kampfsportstilen, da es zu einem fundamentalen Teil der chinesischen Kultur gehört.