Einfluss des Buddhismus in die Chinesische Kampfkunst

Die Kampfkunst bezeichnet man Fertigkeiten und Techniken die zur Selbstverteidigung dienen. Viele von ihnen, die man heute im Sport praktiziert, haben Elemente von Kampfarten aus China, Indien und Japan. Auch wenn es zahlreiche verschiedene Kampfarten gibt so haben sie doch alle gemeinsam, dass sie den Lehrlingen beibringen, wie sie sich mit Hilfe von bloßen Händen und Füßen verteidigen oder auch andere schützen können. Die meisten heute bekannten Kampfsportarten kommen aus Asien und sind stark vom Buddhismus beeinflusst. Viele ihrer Schüler glauben, dass Bodhidharma, ein buddhistischer Mönch aus Indien des 5. Jahrhundert, das Konzept des Zen Buddhismus zu den Shaolin Mönchen in China brachte. Seit dem wird bei dem Kampf auf Ehre, Erleuchtung und Spiritualität wert gelegt.

Manche Schüler glauben, dass der Buddhismus die moralischen und spirituellen Grundlagen der Kampfkunst sind. Der Buddhismus gibt hier den ethischen Rahmen, dass die Kampfkunst nur dann angewendet werden sollte, wenn es um die Selbstverteidigung geht und man unterlegen ist. Außerdem wird den Lehrlingen Respekt und Zurückhaltung gegenüber des Feindes beigebracht.

Auch das Praktizieren der Meditation im Buddhismus spielt eine wichtige Rolle in der Kampfkunst. Meditation gibt der Person eine Selbst-Erkennung und Selbstbeobachtung, die ihr erlaubt, ihre eigenen Fähigkeiten genauso wie die Umwelt besser einzuschätzen. Dadurch kann die Person klar denken und ihre Energie auf eine einzige Sache konzentrieren.

Zen erlaubt Kampfkunstlehrlingen nicht nur, eine ganz bestimmte Kampfart perfekt auszuführen, sondern auch Flexibilität und sich auf andere Eventualitäten einzustellen. Auch wenn viele dieser Disziplinen schon lange vor Ankunft des Buddhismus in China und Japan entstanden, so haben die Entfernung vom Materialismus, Selbstaufgabe und die Suche nach der Erleuchtung jedoch alle viel von den buddhistischen Lehren.
Trotz dass viele meinen, dass der Buddhismus nichts mit der Kampfkunst und ihrer Entwicklung zu tun hat, so wird doch jeder mit einer offenen Sicht und einem Verständnis des Konzepts schnell sehen, dass es durchaus viele Zusammenhänge gibt.